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	<title>Handstickmaschine &#8211; Schaustickerei</title>
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	<title>Handstickmaschine &#8211; Schaustickerei</title>
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		<title>Weihnachtsbrief 2025</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Dec 2025 18:04:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Schaustickerei intern]]></category>
		<category><![CDATA[Handstickmaschine]]></category>
		<category><![CDATA[Kurbelstickerei]]></category>
		<category><![CDATA[Plauener Spitze]]></category>
		<category><![CDATA[Schaustickerei]]></category>
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					<description><![CDATA[Liebe Vereinsmitglieder,liebe Freunde der Schaustickerei, wieder steht die Weihnachtszeit vor der Tür, wieder geht ein ereignisreiches Jahr zu Ende. In diesem Jahr [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Liebe Vereinsmitglieder,<br>liebe Freunde der Schaustickerei,</p>



<p>wieder steht die Weihnachtszeit vor der Tür, wieder geht ein ereignisreiches Jahr zu Ende. In diesem Jahr möchten wir unsere kleine Rückschau mit einem besonderen Ereignis beginnen.</p>



<p>Die Schaustickerei und ihr Trägerverein konnten am 20.11.25 auf der Tourismus- und Caravaningmesse in Leipzig die Auszeichnung als <a href="https://www.ltv-sachsen.de/themen/tourismushelden-sachsen-2025/#1669211320114-ad10ec79-9e6b" data-type="link" data-id="https://www.ltv-sachsen.de/themen/tourismushelden-sachsen-2025/#1669211320114-ad10ec79-9e6b" target="_blank" rel="noreferrer noopener">„<mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#0693e3" class="has-inline-color">Tourismushelden Sachsen 2025“</mark></a> entgegennehmen. Wir sehen dies als Anerkennung unserer Tätigkeit für die touristische Erschließung des Themas Spitze und Stickerei.</p>



<p>Von den Besuchern werden an der Schaustickerei der authentische Ort, die funktionstüchtigen Maschinen und die kompetenten Führungen geschätzt. Hier leisten wir seit vielen Jahren Bedeutendes für die Stadt Plauen.<br>Darüber hinaus richtet sich unser Bemühen auf die Pflege unserer historischen Sammlungen. Wir freuen uns, dass wir 2025 mit der Publikation “Aus den Sammlungen der Schaustickerei &#8211; Spitzenkragen der 1920er und 30er Jahre” einige interessante Exponate veröffentlichen konnten.</p>



<p>Im kommenden Jahr bleibt unser Schwerpunkt die erfolgreiche Weiterentwicklung der Schaustickerei. Dabei müssen auch wir auf die steigenden Arbeitskosten reagieren. So erhöht sich 2026 der Ticketpreis für Erwachsene um einen Euro auf dann 7,00 €. Für Kinder gelten die bisherigen Regelungen.<br><br>Bitte beachtet, dass die Schaustickerei von Januar bis Mitte Februar 2026 wegen Instandhaltungsarbeiten für Besucher vorübergehend geschlossen ist. E-Mails werden weiterhin beantwortet.</p>



<p>Ich wünsche uns allen ein frohes und gesundes Weihnachtsfest und für das kommende Jahr alles Gute.</p>



<p>Herzliche Grüße im Namen des Vorstandes<br>Eure<br><br>Gabriele Rudolph</p>
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		<title>Die Entstehung der Schiffli-Maschine</title>
		<link>https://www.schaustickerei-plauen.de/die-entstehung-der-schiffli-maschine/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Jun 2025 10:05:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Großstickmaschinen]]></category>
		<category><![CDATA[Handstickmaschine]]></category>
		<category><![CDATA[Schaustickerei]]></category>
		<category><![CDATA[Schiffchenstickmaschine]]></category>
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					<description><![CDATA[Im Dezember 1899 wurde vor der Mittwochsgesellschaft Goßau (Schweiz) ein denkwürdiger Vortrag gehalten. Referent war Isaak Gröbli (1822-1917), er sprach über die [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Im Dezember 1899 wurde vor der Mittwochsgesellschaft Goßau (Schweiz) ein denkwürdiger Vortrag gehalten. Referent war <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Isaak_Gr%C3%B6bli" data-type="link" data-id="https://de.wikipedia.org/wiki/Isaak_Gr%C3%B6bli" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">Isaak Gröbli (1822-1917)</mark></a>, er sprach über die Entstehung der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Schifflistickmaschine" data-type="link" data-id="https://de.wikipedia.org/wiki/Schifflistickmaschine" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">Schiffli- (Schiffchen-)Stickmaschine</mark></a>. 35 Jahre zuvor hatte er mit der Erfindung der Schiffli-Maschine eine neue Ära in der maschinellen Stickerei eingeleitet.</p>



<p>Zu Beginn der 1860er Jahre erlebte die <a href="https://www.schaustickerei-plauen.de/die-handstickmaschine/" data-type="link" data-id="https://www.schaustickerei-plauen.de/die-handstickmaschine/" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">Handstickmaschine</mark></a> ihren Siegeszug in der Stickerei. Mit ihr war man in der Lage verschiedene <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Plattstich" data-type="link" data-id="https://de.wikipedia.org/wiki/Plattstich" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">Plattstich-Stickereien</mark></a> (u.a. Kreuz-, Festonier- Hohl- oder Hexenstich) herzustellen. Darüber hinaus konnte man 150-200 gestickte Musterelemente in einem Arbeitsgang produzieren, ein enormer Produktivitätsgewinn gegenüber der Handarbeit. Niemand ahnte, dass schon bald eine neue Maschine die klassische Plattstich-Sticktechnik in Frage stellen sollte.</p>



<p>Isaak Gröbli, der aus der Weberei kam, interessierte sich für alle technischen Neuerungen im Textilgewerbe seiner Zeit. So auch für die ersten Nähmaschinen, die um 1850 aus Amerika nach Europa kamen. Fasziniert von der Stickerei, stellte er sich die Frage, ob die schnell und präzise laufende Nähmaschine mit der langsamen Handstickmaschine kombiniert werden könnte. Nachdem dies unmöglich erschien, reifte die Idee, das Prinzip der Nähmaschine für die Stickerei nutzbar zu machen. Die Bildung des Stickstiches sollte nun als Doppelsteppstich mit zwei Fäden auf Garnspulen ausgeführt werden, das war ungewöhnlich für die damalige Stickerei.</p>



<p>Gröbli baute ein Modell, mit dem er erste Stickereien im Doppelsteppstich-Verfahren herstellen konnte. Das Ergebnis war durchaus vorzeigbar, was die Suche nach potentiellen Investoren erleichterte. Eine erste größere Versuchsmaschine mit 24 Nadeln konnte Anfang 1864 fertiggestellt werden. Damit begann die eigentliche Arbeit zur Verbesserung der neuen Stickmaschine, u.a. der Nadeln, des Schiffchens und des Zusammenwirkens aller Bauteile. Inzwischen konnte auch die Maschinenfabrik J. J. Rieter &amp; Co. in Winterthur für die Unterstützung des Vorhabens gewonnen werden.</p>



<p>Nach vielen Versuchen und Verbesserungen wurde 1865 eine erste Schiffchen-Stickmaschine bei Rieter &amp; Co. gebaut, der im gleichen Jahr drei weitere folgten. Anfänglich war es schwer, für die sogenannte „Schiffli-Ware“ Käufer zu finden, da sich das Stickbild von klassischer Plattstich-Stickerei deutlich unterscheidet. Dennoch fand die neue Entwicklung zunehmend Aufmerksamkeit, und so erhielt Schiffli-Ware bei der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Weltausstellung_Paris_1867" data-type="link" data-id="https://de.wikipedia.org/wiki/Weltausstellung_Paris_1867" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">Pariser Weltausstellung 1867</mark></a> eine „Anerkennungs-Medaille“. Ein weiterer Achtungserfolg war die Fortschritts-Metaille auf der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Weltausstellung_1873" data-type="link" data-id="https://de.wikipedia.org/wiki/Weltausstellung_1873" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">Wiener Weltausstellung 1873</mark></a> für eine Stickerei in Wülflingen/Winterthur mit auf Schiffchen-Stickmaschinen erzeugter Ware. Allmählich entwickelte sich die „Schiffli-Ware“ zu einem Standardartikel in der Stickerei.</p>



<p>Ende der 1870er Jahre begannen nun auch andere Maschinenbauer Schiffchen-Stickmaschinen herzustellen, so neben der Firma Rieter auch die Schweizer Firmen Saurer und Martini. 1883 folgte die Maschinenfabrik Kappel (Chemnitz) und 1884 die Fabrik J. C. &amp; H. Dietrich in Plauen. Damit hatte sich die Schiffchen-Stickerei endgültig etabliert. Als Isaak Gröbli 1899 seinen Vortrag hielt, waren bereits über 2000 Schiffchen-Stickmaschinen weltweit im Einsatz. Mit der damals beginnenden Automatisierung sollte die Schiffchen-Stickmaschine eine weitere Vervollkommnung erfahren.</p>



<p></p>
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		<title>Pioniere der Handstickmaschine</title>
		<link>https://www.schaustickerei-plauen.de/pioniere-der-handstickmaschine/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Sep 2024 20:07:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Großstickmaschinen]]></category>
		<category><![CDATA[Handstickmaschine]]></category>
		<category><![CDATA[Plauener Spitze]]></category>
		<category><![CDATA[Schaustickerei]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Entwicklung einer ersten Großstickmaschine für Plattstich gelang 1828 Joshua Heilmann (1796-1848) aus dem elsässischen Mülhausen. Der Prototyp verfügte damals über 20 [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Die Entwicklung einer ersten Großstickmaschine für Plattstich gelang 1828 <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Josua_Heilmann" data-type="link" data-id="https://de.wikipedia.org/wiki/Josua_Heilmann" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">Joshua Heilmann</mark></a> (1796-1848) aus dem elsässischen Mülhausen. Der Prototyp verfügte damals über 20 Sticknadeln, mit denen gleichzeitig gestickt werden konnte. Die Nadeln waren auf einem Wagen angeordnet, der mit einer Handkurbel bewegt wurde. Schon bald erweiterte man die Maschine auf 120 Nadel und fertigte die ersten Exemplare in der Maschinenfabrik André Koechlin &amp; Cie in Mülhausen. Die Nachricht von der Erfindung einer mechanischen Stickmaschine erreichte schon bald die Stickereiregionen in der Schweiz und in Sachsen.</p>



<p>Bei den Stickereifabrikanten bestand großes Interesse am Kauf dieser vielversprechenden Maschine. Bereits 1830 erwarb auch die Plauener Weißwarenfirma <a href="https://de.wikisource.org/wiki/F._L._B%C3%B6hler_%26_Sohn,_Plauen,_Vogtl.,_Mechanische_und_Handweberei,_Hand-_und_Maschinenstickerei,_Konfektion" data-type="link" data-id="https://de.wikisource.org/wiki/F._L._B%C3%B6hler_%26_Sohn,_Plauen,_Vogtl.,_Mechanische_und_Handweberei,_Hand-_und_Maschinenstickerei,_Konfektion" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">Friedrich Ludwig Böhler &amp; Sohn</mark></a> eine dieser neuen Maschinen. Sie wurden auf Pferdefuhrwerken nach Plauen überführt und zusammengebaut. Jedoch stellte sich schon bald heraus, dass die neue Technik noch unvollkommen und für die Produktion nur bedingt geeignet war. (1)<br>Darüber hinaus gab es Bemühungen, die Heilmannsche Handstickmaschine in Sachsen nachzubauen. Um 1840 sollen in der Maschinenbauwerkstatt von Nestler &amp; Breitfeld im erzgebirgischen Erla handbetriebene Großstickmaschinen gebaut worden sein. Doch dieser Konstruktion war kein Erfolg beschieden. <br>Resigniert schrieb damals der Chronist sächsischer Industriegeschichte <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Georg_Wieck" data-type="link" data-id="https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Georg_Wieck" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">Friedrich Georg Wieck</mark></a> (1800-1860) zur Handstickmaschine, dass sie „trotz ihrer genialen Konstruktion gegen die unermüdlichen Finger unserer sächsischen Mädchen nicht aufzukommen vermag, obgleich in Plauen der Versuch dazu gemacht worden ist.“(2)</p>



<p>Tatsächlich sollten noch fast 20 Jahre vergehen bis in Sachsen wieder ein Stickereifabrikant den Kauf einer Handstickmaschine wagte. Inzwischen war es in der Schweiz gelungen, die Heilmannsche Stickmaschine technisch zu verbessern, so dass ab 1848 erste brauchbare Maschinen verkauft wurden.<br>Mit der neuen Schweizer Stickmaschine breitete sich in der Region St. Gallen die nun deutlich produktivere, mechanische Stickerei allmählich aus. Die sächsischen Stickereifabrikanten erkannten, dass mit den neuen Großstickmaschinen eine ernstzunehmende Konkurrenz entstanden war. So wurde überlegt, wie Schweizer Stickmaschinen, einschließlich dem sticktechnischen Knowhow, nach Sachsen überführt werden könnten. </p>



<p>Das gelang 1857 der Plauener Weißwarenfirma Schnorr &amp; Steinhäuser. Sie erwarb zwei Handstickmaschinen in der Schweiz. Der Transport der schweren Maschinen bereitete sicher einige logistische Probleme, ihre „illegale“ Überführung ist dagegen nur eine gern zitierte Legende. Anfang 1858 nahmen die beiden Maschinen ihre Produktion in Plauen auf. Der Start verlief erfolgreich und bereits im Mai 1858 orderten Schnorr &amp; Steinhäuser weitere zehn Schweizer Maschinen, die bis Anfang 1860 betriebsbereit waren.</p>



<p>Entscheidenden Anteil an der Überführung der Maschinen hatte der Student der Chemnitzer mechanischen Baugewerke- und Werkmeisterschule <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%BCrchtegott_Moritz_Albert_Voigt" data-type="link" data-id="https://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%BCrchtegott_Moritz_Albert_Voigt" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">Fürchtegott Moritz Albert Voigt</mark></a> (1829-1895). Nachdem Voigt bei Zusammenbau und Inbetriebnahme der ersten beiden Maschinen seine Fähigkeiten unter Beweis gestellt hatte, erhielt er 1858 bei Schnorr &amp; Steinhäuser einen Anstellungsvertrag. Er leitete nun die Überführung und den Aufbau der folgenden Schweizer Stickmaschinen. Dabei reifte bei Voigt der Entschluss zur Gründung einer eigenen Stickmaschinenfabrik. So verließ er 1860 seinen Arbeitgeber und begann in einer Werkstatt in Kändler bei Chemnitz mit der Fabrikation von eigenen, sächsischen Handstickmaschinen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten konnten bis August 1861 die ersten 25 Stickmaschinen ausgeliefert werden. Diese gingen wiederum an Schnorr &amp; Steinhäuser, aber auch nach Österreich und in den Elsass.(3) Damit konnte nun auch der sächsische Maschinenbau die schnell wachsende Nachfrage nach Stickmaschinen befriedigen.</p>



<p>Literatur:<br>(1) H. Strobel, Die Anfänge der Maschinenstickerei im Vogtland und Westerzgebirge, in Vogtländische Heimatblätter, Heft 3 (2012), S. 17, vgl. H. Strobel, P. Schnetzer, Die Handstickmaschine &#8211; Erfindungsgeschichte und erste Besitzer, Monographie, 2021, vgl. H. Strobel, Online-Publikat.: <a href="https://zenodo.org/records/10829511"><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">https://zenodo.org/records/10829511</mark></a><br>(2) F. G.Wieck, Industrielle Zustände, S. 338<br>(3) F. Naumann, 150 Jahre Maschinenfabrik Kappel, in Museumskurier 40 (2017), S. 17</p>



<p></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die Handstickmaschine</title>
		<link>https://www.schaustickerei-plauen.de/die-handstickmaschine/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Jun 2024 12:06:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Großstickmaschinen]]></category>
		<category><![CDATA[Handstickmaschine]]></category>
		<category><![CDATA[Plauener Spitze]]></category>
		<category><![CDATA[Schaustickerei]]></category>
		<category><![CDATA[Stickerei]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Zeitalter der Maschinenstickerei begann 1828/29. Vorerst waren es nur Patentanmeldungen, die in erste Prototypen von Handstickmaschinen mündeten. Es bedurfte weiterer Verbesserungen [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Das Zeitalter der Maschinenstickerei begann 1828/29. Vorerst waren es nur Patentanmeldungen, die in erste Prototypen von Handstickmaschinen mündeten. Es bedurfte weiterer Verbesserungen bis mit diesen Maschinen verkaufsfähige Stickereien hergestellt werden konnten. Erst nach 1845 gelang es, praxistaugliche Handstickmaschinen herzustellen.<br>Die Produktivität der Maschine war für die damalige Zeit beachtlich, was den Preis für einfache Stickereien verringerte. Allmählich entwickelte sich die Maschinenstickerei zu einem ernstzunehmenden Konkurrent für die Handstickerei. Damals hatte die Schweiz das Monopol auf Handstickmaschinen und dieses Monopol wollte man behalten. So gelang es erst 1857/58, zwei brauchbare Schweizer Maschinen nach Plauen zu überführen. Damit begann der Siegeszug der maschinellen Stickerei nun auch im Vogtland.</p>



<p>Vor dem ersten Weltkrieg gab es im Vogtland an die 5.300 Handstickmaschinen, doch da war die große Zeit dieser Maschine schon vorbei.  In den 1980er Jahren wurden in den Stickereien die letzten Handstickmaschinen ausgemustert. Heute gibt es nur noch einzelne Exemplare in den Museen in Eibenstock, Chemnitz und in der Schaustickerei. <br>Die Handstickmaschine der Schaustickerei stammt ursprünglich aus einer kleinen Lohnstickerei in Auerbach. Gebaut wurde sie 1909 in Chemnitz in der Maschinenfabrik Kappel. Seit 2002 steht die Maschine in der Schaustickerei und dient heute als Vorführmaschine.<br>Die Handstickmaschine arbeitet mit einem Einfadensystem. Sie kann mit maximal 495 Nadeln bei 4/4 Rapport (27 mm Nadelabstand) sticken. Zur Arbeitsweise unserer Handstickmaschine haben wir im Portal <a rel="noreferrer noopener" href="https://sachsen.museum-digital.de/index.php?t=objekt&amp;oges=18042" target="_blank"><span class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">sachsen.museum-digital</span></a> weitere Informationen zusammengetragen.</p>



<p>Zur Erfindungsgeschichte und zu den ersten Besitzern von Handstickmaschinen hat unser Vereinsfreund Heino Strobel kürzlich eine 100-seitige Publikation veröffentlicht. Sie behandelt die Anfänge dieser ersten Stickmaschinengeneration, die es ermöglichte, dass Stickereierzeugnisse auch für weniger Betuchte erschwinglich wurden. Das Buch kann in Bibliotheken und ausgewählten Museen eingesehen werden.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Tüllspitze auf der Stickmaschine</title>
		<link>https://www.schaustickerei-plauen.de/tuellspitze-auf-der-stickmaschine/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Aug 2022 18:31:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Spitze & Stickerei]]></category>
		<category><![CDATA[Handstickmaschine]]></category>
		<category><![CDATA[Plauener Spitze]]></category>
		<category><![CDATA[Schaustickerei]]></category>
		<category><![CDATA[Tüllspitze]]></category>
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					<description><![CDATA[Die maschinengestickte Tüllspitze gehört zu den herausragenden Erzeugnissen der Plauener Stickerei- und Spitzenindustrie. Damit wurde technologisch ein neuer, sehr erfolgreicher Weg beschritten [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Die maschinengestickte Tüllspitze gehört zu den herausragenden Erzeugnissen der Plauener Stickerei- und Spitzenindustrie. Damit wurde technologisch ein neuer, sehr erfolgreicher Weg beschritten . Erstmalig gelang es 1880, &#8222;offenen&#8220; Tüll mit einer <a rel="noreferrer noopener" href="https://sachsen.museum-digital.de/object/18042" data-type="link" data-id="https://sachsen.museum-digital.de/object/18042" target="_blank"><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">Handstickmaschine</mark></a> zu besticken. Tüllspitze konnten bis dahin nur mit großem manuellen Aufwand hergestellt werden.<br>Kaum bekannt ist, dass Plauen damals mit seinen klassischen Wäschestickereien längst den Anschluss an die Haute Couture verloren hatte. In Paris, London, New York waren die Plauener Erzeugnisse weitgehend ausgelistet. Das vogtländische Stickereigewerbe schien in der Bedeutungslosigkeit zu versinken. Es bedurfte neuer Ideen.</p>



<p>Der entscheidende Impuls kam von Theodor Bickel (1837-1903), dem Schwiegersohn von <a rel="noreferrer noopener" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Franz_August_Mammen" data-type="link" data-id="https://de.wikipedia.org/wiki/Franz_August_Mammen" target="_blank"><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">Franz August Mammen (1813-88)</mark></a> und Mitinhaber der Firma Franz August Mammen &amp; Co. Bickel war ein ausgewiesener Kenner der verschiedenen Spitzengenres &#8211; und er war ein guter Beobachter: Die Stickerei Mammen stellte damals auf ihren 35 Handstickmaschinen u.a. mit Mull gedeckte Tüllstickereien her. Der Mull wurde mit aufgestickt und anschließend mittels Spachteltechnik teilweise wieder ausgeschnitten. Dies war dann eine Tüllstickerei, noch keine Tüllspitze.<br>Irgendwann einmal fehlte auf der Handstickmaschine am Ende eines Kupons ein Stück des deckenden Mulls. So sticke die Nadel in den offenen <a rel="noreferrer noopener" href="https://de.wikipedia.org/wiki/T%C3%BCll" data-type="link" data-id="https://de.wikipedia.org/wiki/T%C3%BCll" target="_blank"><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">Tüll</mark></a><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/T%C3%BCll" data-type="link" data-id="https://de.wikipedia.org/wiki/T%C3%BCll"> </a>hinein – ein Fehler! Doch in dieser zufälligen Beobachtung erkannte Bickel die grundlegende Möglichkeiten zum Besticken von offenem (nicht abgedeckten) Tüll. Um ein verkaufsfähiges Produkt zu erzeugen, bedurfte noch vieler Versuche und eines sachkundigen Teams. Wer waren jene Pioniere an der Seite von Theodor Bickel, die die maschinengestickte Tüllspitze zum Leben erweckten?</p>



<p>Der Stickmeister Johann Paul Klaus (1840-1918) wurde in Kirchberg (Kanton St. Gallen/Schweiz) geboren. Nach seiner Heirat mit Katharina Josefa Antonia im Jahre 1868 in Lachen (Schweiz) siedelte Klaus nach Plauen über und arbeitete als erfahrener Stickmeister bei F.A. Mammen. Klaus war eine Schlüsselfigur. Neben der Entwicklung einer Technologie für die Tüllspitze, war er für das Anlernen der vielen Lohnsticker zuständig. Erst mit deren Weiterbildung konnten größere Mengen Tüllspitze für den internationalen Markt gestickt werden.</p>



<p>Eine weitere wichtige Person war Louis Opel. Er galt in der Fa. Mammen als besonders erfahrener Sticker. Gerade das Besticken des 4,5 m breitem, „offenem“ Tüll gestaltete sich anfänglich sehr schwierig. Die richtige Spannung für den zu bestickenden Tüll zu finden, war ein heikle Angelegenheit. Allzu oft riss der Tüll oder das Muster verzog sich. So kam man auf die Idee, 5 cm breite Stoffbänder auf beiden Seiten anzunähen. Damit konnte der Tüll gleichmäßig straff gespannt werden.<br>Da Tüllspitze ein neuartiges Maschinenerzeugnis war bedurfte es hierfür spezieller Muster. Die ersten Muster und Schablonen zu entwickeln, oblag dem Entwerfer Carl Gottlob Tröger. Als Vorbilder dienten ihm vorerst einfache klassische Nadelspitzen. Doch schon bald wurden die Entwürfe kühner und es entstanden immer effektvollere Muster. Tröger ging 1881 als Lehrer an die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Staatliche_Kunstschule_f%C3%BCr_Textilindustrie_Plauen" data-type="link" data-id="https://de.wikipedia.org/wiki/Staatliche_Kunstschule_f%C3%BCr_Textilindustrie_Plauen"><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">Kunstgewerbliche Fachzeichenschule</mark></a> und der Zeichner G.A. Kätzel führte die begonnenen Entwurfsarbeiten zur Tüllspitze fort.</p>



<p>Der Erfolg der maschinengestickten Tüllspitze war riesig. Bereits mit der Einführung 1880/81 konnte die Plauener Stickereiindustrie die internationalen Märkte zurückgewinnen (<a rel="noreferrer noopener" href="https://www.schaustickerei-plauen.de/tuellspitzen-als-rettung/" data-type="link" data-id="https://www.schaustickerei-plauen.de/tuellspitzen-als-rettung/" target="_blank"><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">Tüllspitze &#8211; eine Erfolgsgeschichte</mark></a>). Neben F.A. Mammen &amp; Co. stellten bald auch die Firmen G.A. Jahn, Walter Poppitz und Wilhelm Berkling die begehrten Tüllspitzen her. Mit der Tüllspitze begann der Spitzenboom im Vogtland, der bis 1912 anhalten sollte.</p>



<p>Literatur:<br>Albert Hempel, 50 Jahre stickmaschinengestickte Tüllspitze, in Vogtländischer Anzeiger und Tageblatt Nr. 39 vom 15. Feb. 1931<br>Dr. Erik Klaus, persönliche Mitteilung, 2005<br>Otto Töger, Vom Werde- und Entwicklungsgang der Plauener Industrie, Vortrag vom 25. Nov. 1912</p>
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		<title>Hadams Fädelmaschine</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Jun 2022 14:23:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Großstickmaschinen]]></category>
		<category><![CDATA[Albert Voigt]]></category>
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					<description><![CDATA[Auf die Anfänge der Maschinenstickerei ist die Stadt Plauen besonders stolz. Gern wird die Geschichte der beiden, heimlich eingeführten Handstickmaschinen aus der [&#8230;]]]></description>
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<p>Auf die Anfänge der Maschinenstickerei ist die Stadt Plauen besonders stolz. Gern wird die Geschichte der beiden, heimlich eingeführten <a rel="noreferrer noopener" href="https://sachsen.museum-digital.de/object/18042" data-type="URL" data-id="https://sachsen.museum-digital.de/object/18042" target="_blank"><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">Handstickmaschinen</mark></a> aus der Schweiz erzählt, die 1858 in der Elsteraue ihren Betrieb aufnahmen. Schon zwei Jahre später baute <a rel="noreferrer noopener" href="https://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%BCrchtegott_Moritz_Albert_Voigt" data-type="URL" data-id="https://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%BCrchtegott_Moritz_Albert_Voigt" target="_blank"><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">Moritz Albert Voigt (1829-1895)</mark></a> in einer kleinen Werkstatt in Kändler bei Limbach die ersten eigenen Handstickmaschinen nach Schweizer Vorbild. Die Handstickmaschine mit ihren bis zu 504 Nadeln war äußerst produktiv, sie revolutionierte die Stickerei.<br>Ein Arbeitsgang dieser frühen Stickmaschinen war äußerst lästig und zeitraubend &#8211; das Einfädeln der vielen Nadeln. Gerade bei mehrfarbigen Mustern musste besonders häufig „gefännelt“ werden. Oft wurde diese Arbeit an Kinder delegiert, die man als „Fännelkinder“ bezeichnete. Die besonders Fleißigen &#8211; die schon mal mehrere tausend Nadeln fädelten &#8211; erhielten dafür von den Stickern einen sogenannten „Fännelgroschen“. (1)</p>



<p>Dennoch dürfte es bei den Kindern mit der Verfügbarkeit gehapert haben, Schulpflicht und Ächtung von Kinderarbeit taten das ihrige. Es lag nahe, diesen Vorgang zu mechanisieren. Kein leicht zu lösendes Problem, denn eine <a rel="noreferrer noopener" href="https://sachsen.museum-digital.de/object/1097" data-type="URL" data-id="https://sachsen.museum-digital.de/object/1097" target="_blank"><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">Fädelmaschine</mark></a> müsste drei Arbeitsschritte beherrschen – das Einfädeln, Faden verknoten, Faden abschneiden. Trotz zahlreicher Tüfteleien gelang es erst Mitte der 1880er Jahre, eine brauchbare Fädelmaschine zu entwickeln.</p>



<p>Wieder war es ein Spross aus der Plauener Uhrmacher- und Mechanikerfamilie Hadam, der das Fädelproblem lösen sollte. Einer der Söhne von <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.schaustickerei-plauen.de/die-vogtlaendische-tamburiermaschine/" data-type="URL" data-id="https://www.schaustickerei-plauen.de/die-vogtlaendische-tamburiermaschine/" target="_blank"><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">Gottfried Leonhard Hadam (1813-1885)</mark></a>, Friedrich Josef Hadam (1848-1900), war von Kindesbeinen an mit Uhren und allerlei mechanischen Werken aufgewachsen. Wahrscheinlich hatte er sich in Plauen schon in jungen Jahren einen Namen als findiger Mechaniker gemacht. So wurde Moritz Albert Voigt, inzwischen Direktor der <a rel="noreferrer noopener" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Maschinenfabrik_Kappel" data-type="URL" data-id="https://de.wikipedia.org/wiki/Maschinenfabrik_Kappel" target="_blank"><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">Sächsischen Stickmaschinenfabrik AG</mark></a>, auf Josef Hadam aufmerksam.<br> Um 1875 holte er den jungen Hadam in seine Fabrik nach Chemnitz-Kappel. In den folgenden Jahren beschäftigte sich Hadam u.a. mit dem Bau einer Fädelmaschine. Ein erstes Patent dazu stammt aus dem Jahr 1878, weitere Patente der Stickmaschinenfabrik folgten in den 1880er Jahren. Damit war man nun in der Lage brauchbare Fädelmaschinen zu produziert. Schon bald gehörte die Fädelmaschine im Vogtland, später auch in der Schweiz, zum Standardwerkzeug in der Handmaschinenstickerei. Mit den Maschinen war es möglich, an die 300 Nadeln innerhalb von 5 Minuten einzufädeln.</p>



<p>Bis zu seinem Tod im Jahre 1900 blieb Josef Hadam der Sächsischen Stickmaschinenfabrik AG als Mechaniker und später als Werkführer treu verbunden. Sein größtes Verdienst ist jedoch die Konstruktion der ersten funktionstüchtigen Fädelmaschine für die Handstickmaschine. (2) Heute ist diese bedeutende Hilfsmaschine fast vergessen, doch ab Ende des 19. Jahrhunderts vereinfachte sie die Arbeitsabläufe in der Handmaschinenstickerei enorm und befreite nicht zuletzt die Kinder von stupider Einfädelarbeit.</p>



<p>Literatur:<br>(1) Sächsische Museen, Band 13 (2004), Sächsisches Industriemuseum, S. 82<br>(2) Notiz zu F. J. Hadam  (v. 5.12.1942), Industriemuseum Chemnitz; Information Heino Strobel</p>
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