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	<title>Großstickmaschinen &#8211; Schaustickerei</title>
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	<title>Großstickmaschinen &#8211; Schaustickerei</title>
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		<title>Die Entstehung der Schiffli-Maschine</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Jun 2025 10:05:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Großstickmaschinen]]></category>
		<category><![CDATA[Handstickmaschine]]></category>
		<category><![CDATA[Schaustickerei]]></category>
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					<description><![CDATA[Im Dezember 1899 wurde vor der Mittwochsgesellschaft Goßau (Schweiz) ein denkwürdiger Vortrag gehalten. Referent war Isaak Gröbli (1822-1917), er sprach über die [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Im Dezember 1899 wurde vor der Mittwochsgesellschaft Goßau (Schweiz) ein denkwürdiger Vortrag gehalten. Referent war <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Isaak_Gr%C3%B6bli" data-type="link" data-id="https://de.wikipedia.org/wiki/Isaak_Gr%C3%B6bli" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">Isaak Gröbli (1822-1917)</mark></a>, er sprach über die Entstehung der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Schifflistickmaschine" data-type="link" data-id="https://de.wikipedia.org/wiki/Schifflistickmaschine" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">Schiffli- (Schiffchen-)Stickmaschine</mark></a>. 35 Jahre zuvor hatte er mit der Erfindung der Schiffli-Maschine eine neue Ära in der maschinellen Stickerei eingeleitet.</p>



<p>Zu Beginn der 1860er Jahre erlebte die <a href="https://www.schaustickerei-plauen.de/die-handstickmaschine/" data-type="link" data-id="https://www.schaustickerei-plauen.de/die-handstickmaschine/" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">Handstickmaschine</mark></a> ihren Siegeszug in der Stickerei. Mit ihr war man in der Lage verschiedene <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Plattstich" data-type="link" data-id="https://de.wikipedia.org/wiki/Plattstich" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">Plattstich-Stickereien</mark></a> (u.a. Kreuz-, Festonier- Hohl- oder Hexenstich) herzustellen. Darüber hinaus konnte man 150-200 gestickte Musterelemente in einem Arbeitsgang produzieren, ein enormer Produktivitätsgewinn gegenüber der Handarbeit. Niemand ahnte, dass schon bald eine neue Maschine die klassische Plattstich-Sticktechnik in Frage stellen sollte.</p>



<p>Isaak Gröbli, der aus der Weberei kam, interessierte sich für alle technischen Neuerungen im Textilgewerbe seiner Zeit. So auch für die ersten Nähmaschinen, die um 1850 aus Amerika nach Europa kamen. Fasziniert von der Stickerei, stellte er sich die Frage, ob die schnell und präzise laufende Nähmaschine mit der langsamen Handstickmaschine kombiniert werden könnte. Nachdem dies unmöglich erschien, reifte die Idee, das Prinzip der Nähmaschine für die Stickerei nutzbar zu machen. Die Bildung des Stickstiches sollte nun als Doppelsteppstich mit zwei Fäden auf Garnspulen ausgeführt werden, das war ungewöhnlich für die damalige Stickerei.</p>



<p>Gröbli baute ein Modell, mit dem er erste Stickereien im Doppelsteppstich-Verfahren herstellen konnte. Das Ergebnis war durchaus vorzeigbar, was die Suche nach potentiellen Investoren erleichterte. Eine erste größere Versuchsmaschine mit 24 Nadeln konnte Anfang 1864 fertiggestellt werden. Damit begann die eigentliche Arbeit zur Verbesserung der neuen Stickmaschine, u.a. der Nadeln, des Schiffchens und des Zusammenwirkens aller Bauteile. Inzwischen konnte auch die Maschinenfabrik J. J. Rieter &amp; Co. in Winterthur für die Unterstützung des Vorhabens gewonnen werden.</p>



<p>Nach vielen Versuchen und Verbesserungen wurde 1865 eine erste Schiffchen-Stickmaschine bei Rieter &amp; Co. gebaut, der im gleichen Jahr drei weitere folgten. Anfänglich war es schwer, für die sogenannte „Schiffli-Ware“ Käufer zu finden, da sich das Stickbild von klassischer Plattstich-Stickerei deutlich unterscheidet. Dennoch fand die neue Entwicklung zunehmend Aufmerksamkeit, und so erhielt Schiffli-Ware bei der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Weltausstellung_Paris_1867" data-type="link" data-id="https://de.wikipedia.org/wiki/Weltausstellung_Paris_1867" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">Pariser Weltausstellung 1867</mark></a> eine „Anerkennungs-Medaille“. Ein weiterer Achtungserfolg war die Fortschritts-Metaille auf der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Weltausstellung_1873" data-type="link" data-id="https://de.wikipedia.org/wiki/Weltausstellung_1873" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">Wiener Weltausstellung 1873</mark></a> für eine Stickerei in Wülflingen/Winterthur mit auf Schiffchen-Stickmaschinen erzeugter Ware. Allmählich entwickelte sich die „Schiffli-Ware“ zu einem Standardartikel in der Stickerei.</p>



<p>Ende der 1870er Jahre begannen nun auch andere Maschinenbauer Schiffchen-Stickmaschinen herzustellen, so neben der Firma Rieter auch die Schweizer Firmen Saurer und Martini. 1883 folgte die Maschinenfabrik Kappel (Chemnitz) und 1884 die Fabrik J. C. &amp; H. Dietrich in Plauen. Damit hatte sich die Schiffchen-Stickerei endgültig etabliert. Als Isaak Gröbli 1899 seinen Vortrag hielt, waren bereits über 2000 Schiffchen-Stickmaschinen weltweit im Einsatz. Mit der damals beginnenden Automatisierung sollte die Schiffchen-Stickmaschine eine weitere Vervollkommnung erfahren.</p>



<p></p>
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		<title>VOMAG-Automat Nr. 439</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 Feb 2025 09:35:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Großstickmaschinen]]></category>
		<category><![CDATA[Schaustickerei]]></category>
		<category><![CDATA[Schiffchenstickmaschine]]></category>
		<category><![CDATA[Stickmaschine]]></category>
		<category><![CDATA[VOMAG]]></category>
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					<description><![CDATA[Der VOMAG-Stickautomat mit der Seriennummer 439 gehört zu den oft bestaunten Exponaten der Schaustickerei. Er steuert die Stickvorgänge einer Großstickmaschine (Schiffchenstickmaschine) mittels [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Der VOMAG-Stickautomat mit der Seriennummer 439 gehört zu den oft bestaunten Exponaten der Schaustickerei. Er steuert die Stickvorgänge einer Großstickmaschine (<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Schifflistickmaschine" data-type="URL" data-id="https://de.wikipedia.org/wiki/Schifflistickmaschine" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><span class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">Schiffchenstickmaschine</span></a>) mittels einer Lochkarte. Das Zusammenspiel von Automat und Stickmaschine funktioniert perfekt, wovon man sich bei den Vorführungen überzeugen kann. Heute würde die Steuerung ein Computer erledigen, doch um 1910 waren dafür etwa eine Tonne perfekt aufeinander abgestimmter Eisenteile notwendig &#8211; eine technische Meisterleistung der vogtländischen Maschinenbauer.</p>



<p>Bei näherer Betrachtung war diese Meisterleistung der <a rel="noreferrer noopener" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Vogtl%C3%A4ndische_Maschinenfabrik" data-type="URL" data-id="https://de.wikipedia.org/wiki/Vogtl%C3%A4ndische_Maschinenfabrik" target="_blank"><span class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">VOMAG</span></a> keineswegs selbstverständlich. Zwar hatte man ab 1902 mit dem Bau von Stickautomaten nach dem sog. Gröbli-System des gebürtigen Schweizers Arnold Gröbli begonnen und einige hundert Geräte in Lizenz gebaut, doch der damalige Direktor der VOMAG, <a rel="noreferrer noopener" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Robert_Zahn_(Konstrukteur)" data-type="URL" data-id="https://de.wikipedia.org/wiki/Robert_Zahn_(Konstrukteur)" target="_blank"><span class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">Robert Zahn</span></a>, wollte mehr. So beauftragte er ein Konstrukteursteam mit der Entwicklung eines eigenen Automaten unter Umgehung der Gröbli-Patente. <br>Im Jahr 1908 wurde der VOMAG-Automat nach dem neuen System-Zahn (Robert Zahn) zum Patent angemeldet. Die Serienfertigung sollte bereits Anfang 1910 anlaufen. Der Termin war äußerst ambitioniert. Um ihn halten zu können, entschloss sich die VOMAG, vorerst einige Baugruppen aus dem Gröbli-Automat weiterhin zu verwenden. Die hierfür anfallenden Lizenzgebühren nahm man in Kauf. Tatsächlich wurde im April 1910 die erste Serie eines eigenen VOMAG-Automaten ausgeliefert, der jedoch noch lizensierte Baugruppen enthielt. Bald konnten auch diese von eigenen Entwicklungen abgelöst werden.</p>



<p>Unserer Automat Nr. 439 ist der letzte Vertreter dieser ersten Serie von VOMAG-Stickautomaten, in dem noch Teile des alten Gröbli-Automaten verbaut waren. Er wurde Ende 1910 hergestellt und gemeinsam mit einer VOMAG-Schiffchenstickmaschine Anfang 1911 an die Stickereiwerke AG in Plauen ausgeliefert. 1924 wurden die Maschinen von der Stickereiwerke AG ausgemustert und an die Stickerei Obstgartenweg verkauft. Und hier läuft dieser Stickautomat der ersten VOMAG-Serie noch heute, wie das berühmte „Schweizer Uhrwerk“, allerdings, „Made in Plauen“.</p>



<p><br></p>
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		<title>Pioniere der Handstickmaschine</title>
		<link>https://www.schaustickerei-plauen.de/pioniere-der-handstickmaschine/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Sep 2024 20:07:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Großstickmaschinen]]></category>
		<category><![CDATA[Handstickmaschine]]></category>
		<category><![CDATA[Plauener Spitze]]></category>
		<category><![CDATA[Schaustickerei]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Entwicklung einer ersten Großstickmaschine für Plattstich gelang 1828 Joshua Heilmann (1796-1848) aus dem elsässischen Mülhausen. Der Prototyp verfügte damals über 20 [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Die Entwicklung einer ersten Großstickmaschine für Plattstich gelang 1828 <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Josua_Heilmann" data-type="link" data-id="https://de.wikipedia.org/wiki/Josua_Heilmann" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">Joshua Heilmann</mark></a> (1796-1848) aus dem elsässischen Mülhausen. Der Prototyp verfügte damals über 20 Sticknadeln, mit denen gleichzeitig gestickt werden konnte. Die Nadeln waren auf einem Wagen angeordnet, der mit einer Handkurbel bewegt wurde. Schon bald erweiterte man die Maschine auf 120 Nadel und fertigte die ersten Exemplare in der Maschinenfabrik André Koechlin &amp; Cie in Mülhausen. Die Nachricht von der Erfindung einer mechanischen Stickmaschine erreichte schon bald die Stickereiregionen in der Schweiz und in Sachsen.</p>



<p>Bei den Stickereifabrikanten bestand großes Interesse am Kauf dieser vielversprechenden Maschine. Bereits 1830 erwarb auch die Plauener Weißwarenfirma <a href="https://de.wikisource.org/wiki/F._L._B%C3%B6hler_%26_Sohn,_Plauen,_Vogtl.,_Mechanische_und_Handweberei,_Hand-_und_Maschinenstickerei,_Konfektion" data-type="link" data-id="https://de.wikisource.org/wiki/F._L._B%C3%B6hler_%26_Sohn,_Plauen,_Vogtl.,_Mechanische_und_Handweberei,_Hand-_und_Maschinenstickerei,_Konfektion" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">Friedrich Ludwig Böhler &amp; Sohn</mark></a> eine dieser neuen Maschinen. Sie wurden auf Pferdefuhrwerken nach Plauen überführt und zusammengebaut. Jedoch stellte sich schon bald heraus, dass die neue Technik noch unvollkommen und für die Produktion nur bedingt geeignet war. (1)<br>Darüber hinaus gab es Bemühungen, die Heilmannsche Handstickmaschine in Sachsen nachzubauen. Um 1840 sollen in der Maschinenbauwerkstatt von Nestler &amp; Breitfeld im erzgebirgischen Erla handbetriebene Großstickmaschinen gebaut worden sein. Doch dieser Konstruktion war kein Erfolg beschieden. <br>Resigniert schrieb damals der Chronist sächsischer Industriegeschichte <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Georg_Wieck" data-type="link" data-id="https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Georg_Wieck" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">Friedrich Georg Wieck</mark></a> (1800-1860) zur Handstickmaschine, dass sie „trotz ihrer genialen Konstruktion gegen die unermüdlichen Finger unserer sächsischen Mädchen nicht aufzukommen vermag, obgleich in Plauen der Versuch dazu gemacht worden ist.“(2)</p>



<p>Tatsächlich sollten noch fast 20 Jahre vergehen bis in Sachsen wieder ein Stickereifabrikant den Kauf einer Handstickmaschine wagte. Inzwischen war es in der Schweiz gelungen, die Heilmannsche Stickmaschine technisch zu verbessern, so dass ab 1848 erste brauchbare Maschinen verkauft wurden.<br>Mit der neuen Schweizer Stickmaschine breitete sich in der Region St. Gallen die nun deutlich produktivere, mechanische Stickerei allmählich aus. Die sächsischen Stickereifabrikanten erkannten, dass mit den neuen Großstickmaschinen eine ernstzunehmende Konkurrenz entstanden war. So wurde überlegt, wie Schweizer Stickmaschinen, einschließlich dem sticktechnischen Knowhow, nach Sachsen überführt werden könnten. </p>



<p>Das gelang 1857 der Plauener Weißwarenfirma Schnorr &amp; Steinhäuser. Sie erwarb zwei Handstickmaschinen in der Schweiz. Der Transport der schweren Maschinen bereitete sicher einige logistische Probleme, ihre „illegale“ Überführung ist dagegen nur eine gern zitierte Legende. Anfang 1858 nahmen die beiden Maschinen ihre Produktion in Plauen auf. Der Start verlief erfolgreich und bereits im Mai 1858 orderten Schnorr &amp; Steinhäuser weitere zehn Schweizer Maschinen, die bis Anfang 1860 betriebsbereit waren.</p>



<p>Entscheidenden Anteil an der Überführung der Maschinen hatte der Student der Chemnitzer mechanischen Baugewerke- und Werkmeisterschule <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%BCrchtegott_Moritz_Albert_Voigt" data-type="link" data-id="https://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%BCrchtegott_Moritz_Albert_Voigt" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">Fürchtegott Moritz Albert Voigt</mark></a> (1829-1895). Nachdem Voigt bei Zusammenbau und Inbetriebnahme der ersten beiden Maschinen seine Fähigkeiten unter Beweis gestellt hatte, erhielt er 1858 bei Schnorr &amp; Steinhäuser einen Anstellungsvertrag. Er leitete nun die Überführung und den Aufbau der folgenden Schweizer Stickmaschinen. Dabei reifte bei Voigt der Entschluss zur Gründung einer eigenen Stickmaschinenfabrik. So verließ er 1860 seinen Arbeitgeber und begann in einer Werkstatt in Kändler bei Chemnitz mit der Fabrikation von eigenen, sächsischen Handstickmaschinen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten konnten bis August 1861 die ersten 25 Stickmaschinen ausgeliefert werden. Diese gingen wiederum an Schnorr &amp; Steinhäuser, aber auch nach Österreich und in den Elsass.(3) Damit konnte nun auch der sächsische Maschinenbau die schnell wachsende Nachfrage nach Stickmaschinen befriedigen.</p>



<p>Literatur:<br>(1) H. Strobel, Die Anfänge der Maschinenstickerei im Vogtland und Westerzgebirge, in Vogtländische Heimatblätter, Heft 3 (2012), S. 17, vgl. H. Strobel, P. Schnetzer, Die Handstickmaschine &#8211; Erfindungsgeschichte und erste Besitzer, Monographie, 2021, vgl. H. Strobel, Online-Publikat.: <a href="https://zenodo.org/records/10829511"><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">https://zenodo.org/records/10829511</mark></a><br>(2) F. G.Wieck, Industrielle Zustände, S. 338<br>(3) F. Naumann, 150 Jahre Maschinenfabrik Kappel, in Museumskurier 40 (2017), S. 17</p>



<p></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Die Handstickmaschine</title>
		<link>https://www.schaustickerei-plauen.de/die-handstickmaschine/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Jun 2024 12:06:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Großstickmaschinen]]></category>
		<category><![CDATA[Handstickmaschine]]></category>
		<category><![CDATA[Plauener Spitze]]></category>
		<category><![CDATA[Schaustickerei]]></category>
		<category><![CDATA[Stickerei]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Zeitalter der Maschinenstickerei begann 1828/29. Vorerst waren es nur Patentanmeldungen, die in erste Prototypen von Handstickmaschinen mündeten. Es bedurfte weiterer Verbesserungen [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Das Zeitalter der Maschinenstickerei begann 1828/29. Vorerst waren es nur Patentanmeldungen, die in erste Prototypen von Handstickmaschinen mündeten. Es bedurfte weiterer Verbesserungen bis mit diesen Maschinen verkaufsfähige Stickereien hergestellt werden konnten. Erst nach 1845 gelang es, praxistaugliche Handstickmaschinen herzustellen.<br>Die Produktivität der Maschine war für die damalige Zeit beachtlich, was den Preis für einfache Stickereien verringerte. Allmählich entwickelte sich die Maschinenstickerei zu einem ernstzunehmenden Konkurrent für die Handstickerei. Damals hatte die Schweiz das Monopol auf Handstickmaschinen und dieses Monopol wollte man behalten. So gelang es erst 1857/58, zwei brauchbare Schweizer Maschinen nach Plauen zu überführen. Damit begann der Siegeszug der maschinellen Stickerei nun auch im Vogtland.</p>



<p>Vor dem ersten Weltkrieg gab es im Vogtland an die 5.300 Handstickmaschinen, doch da war die große Zeit dieser Maschine schon vorbei.  In den 1980er Jahren wurden in den Stickereien die letzten Handstickmaschinen ausgemustert. Heute gibt es nur noch einzelne Exemplare in den Museen in Eibenstock, Chemnitz und in der Schaustickerei. <br>Die Handstickmaschine der Schaustickerei stammt ursprünglich aus einer kleinen Lohnstickerei in Auerbach. Gebaut wurde sie 1909 in Chemnitz in der Maschinenfabrik Kappel. Seit 2002 steht die Maschine in der Schaustickerei und dient heute als Vorführmaschine.<br>Die Handstickmaschine arbeitet mit einem Einfadensystem. Sie kann mit maximal 495 Nadeln bei 4/4 Rapport (27 mm Nadelabstand) sticken. Zur Arbeitsweise unserer Handstickmaschine haben wir im Portal <a rel="noreferrer noopener" href="https://sachsen.museum-digital.de/index.php?t=objekt&amp;oges=18042" target="_blank"><span class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">sachsen.museum-digital</span></a> weitere Informationen zusammengetragen.</p>



<p>Zur Erfindungsgeschichte und zu den ersten Besitzern von Handstickmaschinen hat unser Vereinsfreund Heino Strobel kürzlich eine 100-seitige Publikation veröffentlicht. Sie behandelt die Anfänge dieser ersten Stickmaschinengeneration, die es ermöglichte, dass Stickereierzeugnisse auch für weniger Betuchte erschwinglich wurden. Das Buch kann in Bibliotheken und ausgewählten Museen eingesehen werden.</p>
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		<title>Stickmuster Recycling</title>
		<link>https://www.schaustickerei-plauen.de/stickmuster-recycling/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 May 2024 12:27:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Großstickmaschinen]]></category>
		<category><![CDATA[Lochkarte]]></category>
		<category><![CDATA[Schaustickerei]]></category>
		<category><![CDATA[VOMAG]]></category>
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					<description><![CDATA[Als Ende der 1970er Jahre die Firma Singer mit der &#8222;Athena 2000&#8220; und der &#8222;Touchtronic 2001&#8220; die ersten elektronischen Nähmaschinen auf den [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Als Ende der 1970er Jahre die Firma Singer mit der &#8222;Athena 2000&#8220; und der &#8222;Touchtronic 2001&#8220; die ersten elektronischen Nähmaschinen auf den Markt brachte, begann auch in der Kleinstickerei eine neue Ära.<br>Im Jahr 1983 präsentierte dann die Carl Zangs AG mit der &#8222;Zangs 117R&#8220; die erste computergesteuerte Großstickmaschine. Damit erfolgte in der Großstickerei die allmähliche Ablösung der seit etwa 1900 praktizierten Maschinensteuerung mittels <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Lochkarte" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">Lochkarte</mark></a>. Gerade im Vogtland dürften damals Millionen Lochkarten mit Stickmustern für VOMAG-Stickautomaten im Umlauf gewesen sein.</p>



<p>In den folgenden 20 Jahre koexistierten in der Stickereibranche Lochkarte und <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Diskette" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">Diskette</mark></a>. Man behalf sich in dieser Zeit mit Konvertierungsgeräten zwischen Lochkarte und Diskette, um zwischen den verschiedenen Maschinensteuerungen zu vermitteln. Alle namhaften Hersteller von Stickmaschinen entwickelten damals Geräte, um innerhalb ihrer firmentypischen Systeme Stickmuster von Lochkarte auf Diskette übertragen zu können. Darüber hinaus gab es auch Systeme, die zurück von Diskette auf Lochkarte konvertieren konnten.</p>



<p>Nachdem in den 1990er Jahren im Vogtland immer mehr <a href="https://www.schaustickerei-plauen.de/vomag-automat-nr-439/" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">VOMAG-Stickautomaten</mark></a> verschrottet wurden, verschwanden auch die Lesegeräte und Stanzen. Die Zukunft gehörte der elektronischen Maschinensteuerung. Die riesigen Bestände an Lochkarten und Zubehör gingen in den Folgejahren ebenfalls den Weg alles Irdischen. Heute hat die elektronische Stickerei die Lochkarte als Datenträger vollständig ersetzt.</p>



<p>Die Schaustickerei und ihr Trägerverein verfügen noch über einen größeren Bestand an historischen Lochkarten. So entstand die Idee, alte Lochkarten mit einem Lesegerät auszulesen. Anschließend sollten die Musterdaten mit einer passenden Software visualisiert und in eines der heute gängigen Stickformate umgewandelt werden.<br>Bereits vor einigen Jahren hatte die Schaustickerei das Lochkarten-Lesegerät 178 CR der <a href="https://www.zsk.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">Firma ZSK</mark></a> erworben. Es stammt aus dem Jahr 1988 und ist mit der damals üblich Software ausgestattet. Die Daten der Musterkarten (164 mm Lochstreifen) werden dabei mit einem photooptischen Abtaster ausgelesen, konvertiert und auf einer 3,5″-DD-Diskette gespeichert.</p>



<p>Unser Vorhaben mit der Bezeichnung „Recycling historischer Musterdaten der Spitzen- und Stickereiindustrie“ wurde bei der <a href="https://www.kdfs.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">Kulturstiftung Sachsen</mark></a> 2023 eingereicht und bewilligt. In den vergangenen Monaten ist es gelungen eine Methode zu entwickeln, um mit vertretbarem Aufwand Lochkarten auszulesen und dazustellen.<br>Damit war es möglich, Stickmuster auf Lochkarte in ein elektronisches Format zu überführen. Um die Stickmuster sichtbar zu machen, bedurfte es wiederum historischer PC-Technik, Diskettenlaufwerke sowie betagter Software. Der noch verbleibende Schritt in die Neuzeit und das Editieren der Muster erfolgte dann mit aktueller Software.</p>



<p>Bei der Konvertierung der Lochkarten haben wir Herkunft, Entstehungszeit und Stickparameter der Muster aufgenommen. Leider waren nur wenige Angaben zu den Karten verfügbar, was eine historische Einordnung erschwerte. Bisher konnten 85 Stickmuster eingelesen und bearbeitet werden.</p>
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		<item>
		<title>Der letzte Kappel-Automat</title>
		<link>https://www.schaustickerei-plauen.de/der-letzte-kappel-automat/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Oct 2023 10:47:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Großstickmaschinen]]></category>
		<category><![CDATA[Plauener Spitze]]></category>
		<category><![CDATA[Schaustickerei]]></category>
		<category><![CDATA[Stickmaschine]]></category>
		<category><![CDATA[VOMAG]]></category>
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					<description><![CDATA[Um den Stickautomat der Maschinenfabrik Kappel-Chemnitz ranken sich Legenden und Geschichten und viele, viele Fragen. Einst als „Sächsische Stickmaschinenfabrik“ gegründet, entwickelten die [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Um den Stickautomat der <a rel="noreferrer noopener" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Maschinenfabrik_Kappel" data-type="link" data-id="https://de.wikipedia.org/wiki/Maschinenfabrik_Kappel" target="_blank"><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">Maschinenfabrik Kappel-Chemnitz</mark></a> ranken sich Legenden und Geschichten und viele, viele Fragen. Einst als „Sächsische Stickmaschinenfabrik“ gegründet, entwickelten die Maschinenbauer um den Firmengründer <a rel="noreferrer noopener" href="https://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%BCrchtegott_Moritz_Albert_Voigt" data-type="link" data-id="https://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%BCrchtegott_Moritz_Albert_Voigt" target="_blank"><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">Moritz Albert Voigt</mark></a><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color"> </mark>u.a. die erste sächsische Handstickmaschine, später die sächsische Pantographen-Schiffchenstickmaschine. Ab 1881 entstand in Plauen mit der Stickmaschinen-Fabrik <a rel="noreferrer noopener" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Vogtl%C3%A4ndische_Maschinenfabrik" data-type="link" data-id="https://de.wikipedia.org/wiki/Vogtl%C3%A4ndische_Maschinenfabrik" target="_blank"><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">J.C. &amp; H. Dietrich</mark></a> (später Vogtländische Maschinenfabrik oder VOMAG), im sächsischen Stickmaschinenbau ein ernstzunehmender Konkurrent. Doch der nationale und internationale Bedarf an Stickmaschinen war groß und beide Firmen lebten damit gut. Die Situation änderte sich als die VOMAG 1910 den ersten deutschen Stickautomat mit Lochbandsteuerung präsentierte. In den Folgejahren wurden tausende dieser Automaten verkauft und die VOMAG etablierte sich als Weltmarktführer im Stickmaschinenbau. Doch wie reagierte die Maschinenfabrik Kappel auf diese Herausforderung? Gab es auch einen Kappel-Automat?</p>



<p>Wir wollten diesem Rätsel auf die Spur kommen. An einem Herbsttag 2023 war es soweit. Wir konnten eine alte vogtländische Stickerei besuchen, die einen dieser seltsamen Kappel-Automaten besitzt. Bei der Besichtigung sahen wir vorerst nur die bekannten VOMAG-Automaten. Doch dann stehen wir vor einer Stickmaschine mit einem ungewöhnlichen Design – ein riesiger, klobiger Stickautomat, der nur entfernt an die bekannte VOMAG-Technik erinnert. Am Typenschild ist die Herkunft „Kappel“ unschwer zu erkennen. Anhand der Seriennummer und einiger baulicher Indizien könnte der Kappel-Automaten etwa um 1918 in Betrieb gegangen sein.<br>Die 15-Yard-Maschine mit dem gewichtigen Automat an der Stirnseite dürfte an die 20 t wiegen. Wie wir erfahren, war dies wahrscheinlich die einzige Kappel-Maschine in 15-Yard-Ausführung, die mit einem originalen Kappel-Automat ausgestattet war. Bei näherer Betrachtung fällt die frontale Anordnung des <a rel="noreferrer noopener" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Lochkarte" data-type="link" data-id="https://de.wikipedia.org/wiki/Lochkarte" target="_blank"><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">Lochbandes</mark></a> auf (bei der VOMAG seitliche Anordnung). Auch ist der prinzipielle Unterschied des Kappel-Lochbandes zum VOMAG-Lochband nicht zu übersehen. Kappel hatte eine deutlich größere Lochbandbreite von 182 mm (VOMAG nur 164 mm). Damit unterscheidet sich auch die Codierung der Steuerbefehle, was wiederum ein eigenes <a href="https://sachsen.museum-digital.de/object/18081" data-type="link" data-id="https://sachsen.museum-digital.de/object/18081"><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">Punchsystem</mark></a> voraussetzte.<br>Wie unsere Recherchen ergaben, existierten tatsächlich im Vogtland mehrere Kappel-Automaten in der 10 Yard-Version. So gab es wohl drei Maschinen mit Kappel-Automaten in der Plauener Stickerei Schuster &amp; Spörl , Haselbrunner Str. 100. Dort wurden auch die Lochbänder an einer Kappel-Punchmaschine sowie entsprechender Repetiertechnik hergestellt. Die Kappel-Maschinen liefen bis in die 1970er Jahre und wurden dann verschrottet. Davon ist nichts erhalten geblieben.</p>



<p>Auch unser Kappel-Automat hat in der kleinen vogtländischen Stickerei über ein halbes Jahrhundert klaglos seinen Dienst getan. Noch heute weiß man um die jahrelangen stampfenden Geräusche der riesigen Maschine, so dass „im Nachbarhaus ständig die Tassen im Schrank vibrierten“. Ende der 1970er Jahre wurde sie außer Dienst gestellt. Seither steht die Kappel-Maschine und wartet – auf was eigentlich: auf das endgültige Ende oder vielleicht doch auf den Erhalt dieses einzigartigen Exemplars sächsischen Maschinenbaus.</p>
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		<title>Ein Hauch von VOMAG-Lkw</title>
		<link>https://www.schaustickerei-plauen.de/ein-hauch-von-vomag-lkw/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Apr 2023 12:36:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Großstickmaschinen]]></category>
		<category><![CDATA[Bobine]]></category>
		<category><![CDATA[Schiffchenstickmaschine]]></category>
		<category><![CDATA[Spulmaschine]]></category>
		<category><![CDATA[VOMAG]]></category>
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					<description><![CDATA[Mit dem um 1900 beginnenden Aufstieg der Vogtländischen Maschinenfabrik AG (VOMAG) zum Weltmarktführer im Stickmaschinenbau wurden auch viele Hilfsmaschinen der Stickerei neu- [&#8230;]]]></description>
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<p>Mit dem um 1900 beginnenden Aufstieg der Vogtländischen Maschinenfabrik AG (VOMAG) zum Weltmarktführer im Stickmaschinenbau wurden auch viele Hilfsmaschinen der Stickerei neu- oder weiterentwickelt. Darunter sind u.a. die Spitzen-Bohrerschleifmaschine, die Repetiermaschine oder die Bobinenspulmaschine.<br>&nbsp;<br>Gerade die <a rel="noreferrer noopener" href="https://sachsen.museum-digital.de/object/19484" target="_blank"><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">Bobinenspulmaschine</mark></a>, hat die Entwicklung der Schiffchenstickmaschine maßgeblich beeinflusst. Als der Schweizer <a rel="noreferrer noopener" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Isaak_Gr%C3%B6bli" data-type="URL" data-id="https://de.wikipedia.org/wiki/Isaak_Gr%C3%B6bli" target="_blank"><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">Isaac Gröbli</mark></a> 1863 den ersten Prototyp einer Schiffchenstickmaschine konstruierte, musste für den Schiffchenfaden eine spezielle Spule, die Bobine, gewickelt werden. Zu diesem Zweck erfand Gröbli gleich eine Bobinenspulmaschine mit, die 1865 von der Schweizer Firma J. J. Rieter &amp; Cie in Serie gefertigt und mit den ersten Schiffchenstickmaschinen ausgeliefert wurde. In den folgenden Jahrzehnten gehörten Bobinenspulmaschinen zur Palette vieler großen Stickmaschinenhersteller.<br>&nbsp;<br>Von den Schweizer Firmen Rieter, Casati Carlo oder anderen kleinen Herstellern sind verschiedene Exemplare erhalten geblieben. Diese waren auch im Vogtland die Standardspulmaschinen in der Schiffchenstickerei. Über die Bobinenspulmaschinen der VOMAG ist wenig bekannt. Doch auch diese wurden vom Plauener Maschinenbauer hergestellt und sind im VOMAG-Katalog von 1912 dokumentiert.<br>&nbsp;<br>Seit kurzem ist die Schaustickerei im Besitz einer Bobinenspulmaschine aus der VOMAG. Möglicherweise ist sie eine der Letzten ihrer Art, denn die produzierten Stückzahlen dürften eher gering gewesen sein. Wie erste Untersuchungen zeigen stammt die Maschine aus der ersten Hälfte der 1920er Jahre. Inwieweit die Maschinenummer 1269 Auskunft über die produzierten Stückzahlen von VOMAG-Spulmaschinen gibt, ist umstritten.</p>



<p>In den 1920er Jahren war die Herstellung von Stickmaschinen und deren Zubehör für die VOMAG kaum noch von Interesse. Der Produktionsschwerpunkt hatte sich auf den Fahrzeug- und Druckmaschinenenbau, aber auch auf den Bau moderner Webstühle verlagert. Die neue Ausrichtung spiegelt sich in verschiedenen Neuentwicklungen der VOMAG aus dieser Zeit wider. So auch in der Bobinenspulmaschine: Schaut man sich im Räderkasten der Maschine die Kupplung und die Zahnräder an, so erinnert dies an ein Lkw-Getriebe &#8211; en miniature. Die tadellose <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Schr%C3%A4gverzahnung" data-type="URL" data-id="https://de.wikipedia.org/wiki/Schr%C3%A4gverzahnung" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">Pfeilverzahnung der Zahnräder</mark></a> ist in der Lage große Drehmomente zu übertragen. Dies ist im Fahrzeugbau üblich, bei Spulmaschinen eher selten.<br>Je nach Größe der Schiffchen kann die Maschine auf verschiedene Bobinenlängen und -dicken durch Umstellungen der Schaltgestänge eingerichtet werden. Nach Erreichen der Endgröße wird der Faden abgeschnitten, die Bobine auf dem Wickeldorn nach vorn geschoben und ausgeworfen.<br>&nbsp;<br>Die Spulmaschinen der VOMAG erreichten nie eine größere Verbreitung, über die Gründe können wir nur mutmaßen. Dennoch ist auch die Bobinenspulmaschine aus den 1920er Jahren mit ihrer robusten Technik und den präzise aufeinander abgestimmten Arbeitsgängen ein interessantes Stück Plauener Ingenieurskunst.</p>
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		<title>Hadams Fädelmaschine</title>
		<link>https://www.schaustickerei-plauen.de/hadams-faedelmaschine/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Jun 2022 14:23:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Großstickmaschinen]]></category>
		<category><![CDATA[Albert Voigt]]></category>
		<category><![CDATA[Fädelmaschine]]></category>
		<category><![CDATA[Handstickmaschine]]></category>
		<category><![CDATA[Maschinenstickerei]]></category>
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					<description><![CDATA[Auf die Anfänge der Maschinenstickerei ist die Stadt Plauen besonders stolz. Gern wird die Geschichte der beiden, heimlich eingeführten Handstickmaschinen aus der [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Auf die Anfänge der Maschinenstickerei ist die Stadt Plauen besonders stolz. Gern wird die Geschichte der beiden, heimlich eingeführten <a rel="noreferrer noopener" href="https://sachsen.museum-digital.de/object/18042" data-type="URL" data-id="https://sachsen.museum-digital.de/object/18042" target="_blank"><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">Handstickmaschinen</mark></a> aus der Schweiz erzählt, die 1858 in der Elsteraue ihren Betrieb aufnahmen. Schon zwei Jahre später baute <a rel="noreferrer noopener" href="https://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%BCrchtegott_Moritz_Albert_Voigt" data-type="URL" data-id="https://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%BCrchtegott_Moritz_Albert_Voigt" target="_blank"><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">Moritz Albert Voigt (1829-1895)</mark></a> in einer kleinen Werkstatt in Kändler bei Limbach die ersten eigenen Handstickmaschinen nach Schweizer Vorbild. Die Handstickmaschine mit ihren bis zu 504 Nadeln war äußerst produktiv, sie revolutionierte die Stickerei.<br>Ein Arbeitsgang dieser frühen Stickmaschinen war äußerst lästig und zeitraubend &#8211; das Einfädeln der vielen Nadeln. Gerade bei mehrfarbigen Mustern musste besonders häufig „gefännelt“ werden. Oft wurde diese Arbeit an Kinder delegiert, die man als „Fännelkinder“ bezeichnete. Die besonders Fleißigen &#8211; die schon mal mehrere tausend Nadeln fädelten &#8211; erhielten dafür von den Stickern einen sogenannten „Fännelgroschen“. (1)</p>



<p>Dennoch dürfte es bei den Kindern mit der Verfügbarkeit gehapert haben, Schulpflicht und Ächtung von Kinderarbeit taten das ihrige. Es lag nahe, diesen Vorgang zu mechanisieren. Kein leicht zu lösendes Problem, denn eine <a rel="noreferrer noopener" href="https://sachsen.museum-digital.de/object/1097" data-type="URL" data-id="https://sachsen.museum-digital.de/object/1097" target="_blank"><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">Fädelmaschine</mark></a> müsste drei Arbeitsschritte beherrschen – das Einfädeln, Faden verknoten, Faden abschneiden. Trotz zahlreicher Tüfteleien gelang es erst Mitte der 1880er Jahre, eine brauchbare Fädelmaschine zu entwickeln.</p>



<p>Wieder war es ein Spross aus der Plauener Uhrmacher- und Mechanikerfamilie Hadam, der das Fädelproblem lösen sollte. Einer der Söhne von <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.schaustickerei-plauen.de/die-vogtlaendische-tamburiermaschine/" data-type="URL" data-id="https://www.schaustickerei-plauen.de/die-vogtlaendische-tamburiermaschine/" target="_blank"><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">Gottfried Leonhard Hadam (1813-1885)</mark></a>, Friedrich Josef Hadam (1848-1900), war von Kindesbeinen an mit Uhren und allerlei mechanischen Werken aufgewachsen. Wahrscheinlich hatte er sich in Plauen schon in jungen Jahren einen Namen als findiger Mechaniker gemacht. So wurde Moritz Albert Voigt, inzwischen Direktor der <a rel="noreferrer noopener" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Maschinenfabrik_Kappel" data-type="URL" data-id="https://de.wikipedia.org/wiki/Maschinenfabrik_Kappel" target="_blank"><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">Sächsischen Stickmaschinenfabrik AG</mark></a>, auf Josef Hadam aufmerksam.<br> Um 1875 holte er den jungen Hadam in seine Fabrik nach Chemnitz-Kappel. In den folgenden Jahren beschäftigte sich Hadam u.a. mit dem Bau einer Fädelmaschine. Ein erstes Patent dazu stammt aus dem Jahr 1878, weitere Patente der Stickmaschinenfabrik folgten in den 1880er Jahren. Damit war man nun in der Lage brauchbare Fädelmaschinen zu produziert. Schon bald gehörte die Fädelmaschine im Vogtland, später auch in der Schweiz, zum Standardwerkzeug in der Handmaschinenstickerei. Mit den Maschinen war es möglich, an die 300 Nadeln innerhalb von 5 Minuten einzufädeln.</p>



<p>Bis zu seinem Tod im Jahre 1900 blieb Josef Hadam der Sächsischen Stickmaschinenfabrik AG als Mechaniker und später als Werkführer treu verbunden. Sein größtes Verdienst ist jedoch die Konstruktion der ersten funktionstüchtigen Fädelmaschine für die Handstickmaschine. (2) Heute ist diese bedeutende Hilfsmaschine fast vergessen, doch ab Ende des 19. Jahrhunderts vereinfachte sie die Arbeitsabläufe in der Handmaschinenstickerei enorm und befreite nicht zuletzt die Kinder von stupider Einfädelarbeit.</p>



<p>Literatur:<br>(1) Sächsische Museen, Band 13 (2004), Sächsisches Industriemuseum, S. 82<br>(2) Notiz zu F. J. Hadam  (v. 5.12.1942), Industriemuseum Chemnitz; Information Heino Strobel</p>
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		<title>Eine Stickmaschinen-Story</title>
		<link>https://www.schaustickerei-plauen.de/eine-stickmaschinen-story/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 Oct 2021 09:54:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Großstickmaschinen]]></category>
		<category><![CDATA[Lohnstickerei]]></category>
		<category><![CDATA[Pantograf]]></category>
		<category><![CDATA[Plauener Spitze]]></category>
		<category><![CDATA[Schiffchenstickmaschine]]></category>
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					<description><![CDATA[Einst war sie das „Arbeitspferd“ der vogtländischen Stickerei- und Spitzenindustrie: die Schiffchenstickmaschine mit Mustersteuerung durch einen Pantograf. Allein 1911 gab es im [&#8230;]]]></description>
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<p>Einst war sie das „Arbeitspferd“ der vogtländischen Stickerei- und Spitzenindustrie: die Schiffchenstickmaschine mit Mustersteuerung durch einen <a rel="noreferrer noopener" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Pantograf" data-type="URL" data-id="https://de.wikipedia.org/wiki/Pantograf" target="_blank"><span class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">Pantograf</span></a>. Allein 1911 gab es im Vogtland an die 9.700 dieser Maschinen, das waren 63% aller Großstickmaschinen. Heute gilt dieser Maschinentyp &#8211; bis auf wenige Museumsexemplare – als ausgestorben.</p>



<p>Eine dieser frühen Schiffchenstickmaschinen befindet sich in der Schaustickerei und wird hier noch regelmäßig vorgeführt. Ursprünglich stammt die Maschine aus einer kleinen Stickerei in Pausa, die 1991 aufgelöst wurde. Nach der Demontage der 5 t schweren Maschine wurde sie von unserem Verein gesichert und eingelagert. Als die organisatorischen und baulichen Voraussetzungen in der Schaustickerei geschaffen waren, konnte die Maschine 1998 aufgestellt und in ihrer Funktionstüchtigkeit wieder hergestellt werden.<br>Manche dieser alten Stickmaschinen können ganz eigene Geschichten ihrer Besitzer erzählen – von Hoffnung und Glück, oft aber auch von Mühen und Enttäuschungen. Es war deshalb interessant, die Herkunft unserer Maschine zu ergründen.</p>



<p>Die Pantografen-<a rel="noreferrer noopener" href="https://sachsen.museum-digital.de/object/1098" data-type="URL" data-id="https://sachsen.museum-digital.de/object/1098" target="_blank"><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">Schiffchenmaschine mit der Maschinennummer 12566</mark></a> war im Jahr 1900 in der <a rel="noreferrer noopener" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Maschinenfabrik_Kappel" data-type="URL" data-id="https://de.wikipedia.org/wiki/Maschinenfabrik_Kappel" target="_blank"><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">Maschinenfabrik K</mark></a><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Maschinenfabrik_Kappel" data-type="URL" data-id="https://de.wikipedia.org/wiki/Maschinenfabrik_Kappel"><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">appel AG</mark></a>, Chemnitz, gebaut worden. Am 26. Nov. 1900 wurde sie von der Stickerei Alwin Rudolph in Pausa erworben. Die Stickerei selbst war 1899 von Alwin Rudolph in der Zeulenrodaer Str. 38 gegründet worden. Wie viele Stickereien in Vogtland war sie eine typische Lohnstickerei, die u.a. für die Firmen Mutschmann &amp; Eisentraut, später C. R. Wittmann, und Emil Reußner stickte. Als der Firmengründer Alwin Rudolph 1916 im 1. Weltkrieg fiel, mussten seine Frau Rosa gemeinsam mit ihren fünf Kindern die Stickerei allein weiter betreiben. Vor allem der älteste Sohn Walter war gefordert, schon in jungen Jahren die Rolle des Vaters im Betrieb zu übernehmen. Er lernte Sticker und Maschinenschlosser und führte später die Stickerei unter dem Namen „Walter Rudolph – Spitzen und Stickereien“ weiter.</p>



<p>Die Stickerei Rudolph verfügte insgesamt über drei Stickmaschinen, eine Hilscher-Stickmaschine, einen VOMAG-Automat und die Kappel-Maschine. Gerade die Kappel-Schiffchenmaschine wurde von Walter Rudolph oft als Mustermaschine genutzt. Mit einem Plauener Musterzeichner entwickelte er darauf eine eigene kleine Kollektion für Damenunterwäsche, die er selbst in Limbach-Oberfrohna, Apolda und Plauen vermarktete. Nach dem 2. Weltkrieg konnte die Firma Walter Rudolph weiter wachsen. Die große Nachfrage nach Luftspitze, vor allem Spitzendecken, machte dies möglich. Im Zuge des zunehmenden Drucks der DDR-Regierung zur Verstaatlichung kleiner Privatbetriebe ging Walter Rudolph 1965 eine Verkaufs- und Exportgemeinschaft mit dem VEB Spitze-Bekleidung-Pausa ein. Damit entging die Stickerei Rudolph den Verstaatlichungsmaßnahmen der Jahre 1972/73. Trotz des immensen Arbeitspensums, als selbständiger Lohnsticker, blieb Walter Rudolph auch im fortgeschritten Alter der Stickerei und seinem Betrieb treu.<br>Erst im Jahr 1989, im Alter von 88 Jahren, gab Walter Rudolph das Stickereigewerbe endgültig auf. Er starb bereits im darauffolgenden Jahr. <br>Nur das Betriebsgebäude in der Zeulenrodaer Str. 38 und die alte Pantografen-Schiffchenstickmaschine in der Schaustickerei erinnern heute noch an die kleine Pausaer Stickerei von Walter Rudolph.</p>
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